menu

News

Translation Memory: ein fundamental wichtiges Instrument für den Kunden, nicht nur für die Übersetzer

posted in Uncategorized by

Wie häufig ist es bereits vorgekommen, dass Sie von einer der Projektmanagerinnen von STUDIOTRE den Begriff „Translation Memory“ bzw. kurz „TM“ gehört haben?
Er fällt garantiert jedes Mal, wenn wir ein Übersetzungsprojekt abwickeln.
Das Translation Memory ist ein Werkzeug von fundamentaler Wichtigkeit für die tagtägliche Arbeit einer Übersetzungs- und Dolmetschagentur, sollte jedoch nicht mit anderen Softwaretools verwechselt werden, wie beispielsweise denen für maschinelle Übersetzungen.

Heute möchten wir Ihnen ein wenig mehr über dieses nicht nur für Übersetzer selbst, sondern auch für Kunden sehr wichtige technologische Instrument erzählen.

Was ist ein Translation Memory?
Das TM ist eine linguistische Datenbank, in der Texte in einer Ausgangssprache (auch Quelltext oder „Source“) sowie deren Übersetzung in die Zielsprache (auch „Target“) gespeichert sind. Die Texte werden darin in Sinnabschnitte, sogenannte Segmente, getrennt – dabei kann es sich um einzelne Wörter, ganze Sätze oder auch ganze Absätze handeln.

TMs werden kunden- und sprachpaarspezifisch angelegt. Es handelt sich bei Ihnen um dynamische Datenbanken, da sie Schritt für Schritt wachsen, während immer mehr Übersetzungen eingespeist werden – sie entwickeln sich also gemeinsam mit der Sprache des Kunden und dessen Branche kontinuierlich weiter.

Seit wann gibt es Translation Memorys?
In den 60ern tauchten zum ersten Mal mehrsprachige Glossare auf, die man als Vorfahren der TMs bezeichnen könnte. Die ersten „echten“ Translation-Memory-Systeme wurden in den 80er-Jahren für MS-DOS auf den Markt gebracht.
Als dann in den 90ern Windows aufkam, begannen Übersetzer vermehrt computerunterstützte Übersetzungsprogramme zu verwenden, die besser unter ihrer englischen Abkürzung „CAT-Tools“ bekannt sind und in denen das TM eine entscheidende Bedeutung einnimmt.

Handelt es sich beim Inhalt der TMs um maschinelle Übersetzungen?
Nein, unsere Translation Memorys haben nichts mit maschinellen Übersetzungen zu tun. Unsere TMs sind das Ergebnis der gewissenhaften Arbeit professioneller Linguisten: Die Übersetzung selbst wird stets von einem Fachübersetzer angefertigt, dessen Übersetzungen werden jedoch in dem TM gespeichert, damit auch im Laufe der Jahre alle Übersetzungen erhalten bleiben und die Kunden sich stets darauf verlassen können, dass exakt gleiche und auch nur ähnliche Ausgangstexte einheitlich übersetzt werden.

Bei maschinellen Übersetzungen ist keinerlei menschliche Intervention vorgesehen, wodurch es sich zwar um eine extrem schnelle Methode handelt, die jedoch qualitativ sehr minderwertige Ergebnisse liefert, da es diesen Systemen nicht gelingt, Informationen aus dem Kontext zu beziehen, feine Bedeutungsunterschiede zu erkennen oder aus mehreren polysemen Begriffen, den jeweils richtigen auszuwählen.

Welche Vorteile bietet die Verwendung von Translation Memorys?
1.Terminologische Einheitlichkeit und zusammenhängende Deutungen
Kundentexte werden zu verschiedenen Zeiten, in unterschiedlichen Formaten und aus unterschiedlichen Abteilungen an die Agenturen übergeben, werden häufig verschiedenen Themengebieten zugeordnet und erfordern je nach Inhalt unterschiedliche Sprachstile – aus all diesen Gründen kann es vorkommen, dass ein Projekt nicht immer an ein und denselben Übersetzer übergeben werden kann. Mithilfe eines TMs ist es dennoch, auch über lange Zeiträume hinweg, möglich, innerhalb der gesamten Unterlagen die Terminologie einheitlich und die Deutung zusammenhängend zu gestalten, die Fachbegriffe des Sektors korrekt zu verwenden und den spezifischen Stil jedes einzelnen Dokuments einzuhalten.

2.Ersparnis bei den Übersetzungskosten und -zeiten
Mithilfe eines TMs können Wiederholungen (im Fachjargon wird der englische Begriff „Repetitions“ verwendet) innerhalb eines einzelnen Dokuments erkannt werden und auch dokumentübergreifend – sogar innerhalb von zeitlich nicht zusammenhängenden Projekten. Auf diese Weise müssen identische Inhalte nur ein einziges Mal übersetzt werden, wodurch der Kunde Zeit und Kosten für die erforderlichen Übersetzungen spart.

3.Gibt ein Kunde Anweisungen zu terminologischen oder stilistischen Vorlieben oder möchte er, dass auf bestimmte Elemente des Ausgangs- oder Zieltexts besonders geachtet wird, so aktualisiert unsere jeweilige Projektmanagerin das TM, um sicherzustellen, dass alle zukünftigen Übersetzer das Kundenfeedback stets einheitlich und zusammenhängend in ihre Übersetzungen einfließen lassen.

12 Aug, 19

 

 

Lesen Sie auch