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Thanos stellt nicht nur die Avengers vor Herausforderungen, sondern auch einige Italiener

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Ich bin unvermeidbar“ hörte man Thanos, den Bösewicht einiger Marvel-Comics und Erzschurke im letzten Avengers-Film, jüngst durch die deutschen Kinosäle tönen.

In Italien donnerte er hingegen „Io sono ineluttabile“ und kurz darauf schossen die Suchen auf Google nach dem Wort „ineluttabile“ signifikant in die Höhe. Dass sich diese Suchanfragen auf die Bedeutung des Wortes bezogen, wird auch dadurch klar, dass sie zumeist in Verbindung mit Wörtern abgesandt wurden, die mit „Bedeutung von“ und „Synonym für“ übersetzt werden.

Die meisten an dem Begriff Verzweifelnden scheinen laut Statistik im Aostatal, in den Marken, auf Sardinien, in Sizilien oder in der Lombardei zu sitzen.
Aufgrund der allgemeinen Verwirrung stellte sich natürlich auch bald die Frage, warum das englische Original „I am inevitable“ im Italienischen mit „Io sono ineluttabile“ übersetzt wurde.

Um die Verwendung dieses weniger bekannten Begriffs zu begründen, hat der Synchronisationsleiter und Dialogbuchautor der italienischen Fassung Marco Guadagno der Redaktion der italienischen Website fumettologica.it eine kurze Erklärung gegeben: „Aufgrund des imposanten, epischen Charakters der Figur schien mir dieser Begriff passender, er hat die gleiche Bedeutung … ist aber etwas gebildeter.“

Das Ganze ist ein gutes Beispiel dafür, dass es beim Übersetzen von einer Sprache in eine andere eben nicht nur darum geht, Wort für Wort zu übersetzen, so einfach ist es nicht. Vor allem bei der Synchronisation, bei der auch auf die Länge der Wörter und die höchstmögliche Übereinstimmung mit den Lippenbewegungen der Darsteller geachtet werden muss, ist die Wortwahl in der Zielsprache von entscheidender Wichtigkeit.

Und was ist mit deutschen Übersetzungen? Haben Sie sich vielleicht auch schon einmal gefragt, warum „Thor – The Dark World“ auf Deutsch „Thor – The Dark Kingdom“ heißt?

 

 

13 Jun, 19

 

 

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