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Kino und TV: Wie sich die von den Darstellern gesprochene Sprache verändert

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Kino und Fernsehen sprechen seit jeher unterschiedliche Sprachen, aber laut Gabriele Niola (Freelance-Journalist und Film- und Videospielexperte) findet – nicht nur in Italien – zurzeit eine sprachliche Kontamination statt.

Sind Sie, liebe Freunde von STUDIOTRE, jetzt neugierig geworden, worum es da genau geht?
Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, warum laut Niola „die im Film gesprochenen Sprachen sich (aufgrund der Fernsehserien) verändern“.


Die Sprache des Kinos

Als Filme wie „Für eine Handvoll Dollar“, „Casablanca“, „Ben Hur“ und „Doktor Schiwago“ über die Leinwand flimmerten, lautete die Regel in den meisten Ländern: Die Hauptdarsteller sprachen Englisch, wenn der Film aus Hollywood oder einem englischsprachigen Land stammte, ansonsten sprachen sie die Sprache des Ziellandes. Sollte ein fremdsprachiger Film im Kino oder TV gezeigt werden, dann wurde dieser in der Regel (beispielsweise in Deutschland und Italien) synchronisiert – unabhängig von der Epoche, dem Schauplatz oder der Herkunft der dargestellten Figuren.

Dies ist bis zum Film „Die Passion Christi“ von Mel Gibson auch so geblieben, in diesem wurden nämlich entgegen allen Konventionen die Dialoge auf Aramäisch, Hebräisch und Latein gesprochen und mit Untertiteln versehen.


Die Sprache der heutigen Fernsehserien

Im Fernsehen um das Jahr 2000 (genauer gesagt, von 1999 bis 2010), ein Zeitraum, der von Niola als das „Golden Age“ bezeichnet wird, hat sich das Publikum in den meisten Ländern an Dialoge in der Originalsprache mit Untertiteln gewöhnt – in Deutschland vor allem, um neue Folgen so schnell wie möglich sehen zu können, ohne auf deren Synchronisation warten zu müssen.
Originalversionen mit Untertiteln anzusehen. Erlaubt es dem Zuschauer, die Vielfalt der gesprochenen Akzente, Dialekte und Slangbegriffe der jeweiligen Sprache zu hören, wodurch diese Wahl vor allem zum Erlernen von Fremdsprachen absolut ideal ist.


Inwiefern verändert sich nun die gesprochene Sprache in Kinofilmen?

Dem Beispiel der Fernsehserien folgend, beweist eine Vielzahl an Regisseuren heute den Mut, verschiedene Sprachen oder Sprachvarianten zu nutzen, um die Herkunft der einzelnen Figuren und die Originalhandlung zu wahren.

Andere wählen laut Niola einen Mittelweg, und lassen die Darsteller zwar auf Englisch sprechen, aber mit markanten Akzenten – zum Beispiel russischen oder schwedischen.

Außerdem verbreitet sich immer mehr das Prinzip, die Schauspieler anhand der Ethnie oder Herkunft der von ihnen gespielten Rollen auszuwählen. Wahrscheinlich wird es daher immer seltener vorkommen, dass man beispielsweise eine japanische Roboterfrau mit einer amerikanisch-dänischen Schauspielerin wie Scarlett Johannson besetzt wird. Ein Paradebeispiel dieses neuen Bewusstseins ist die Wahl von Mena Massoud, eines gebürtigen Ägypters aus Kairo, als Aladdin im gleichnamigen Live-Action-Film.

Liebe Freunde von STUDIOTRE, haben Sie auch bereits derartige Veränderungen in der Sprache von Film und Fernsehen bemerkt?
Hören Sie sich Ihre Lieblingsschauspieler im Originalton (und eventuell mit Untertiteln) an oder bevorzugen Sie Synchronversionen? Wenn Sie Lust haben, Ihre Erfahrungen zu teilen, dann nutzen Sie doch unsere Facebook-Seite!

26 Sep, 19

 

 

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