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Kann die künstliche Intelligenz die eines Übersetzers ersetzen?

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Die Beziehung zwischen Übersetzung und Technologie ist ein Thema, das STUDIOTRE besonders am Herzen liegt. Tatsächlich stellen Technologien heutzutage einen fundamentalen Bestandteil der Arbeit der Übersetzer dar: Einerseits wären da Arbeitswerkzeuge zu nennen, die wir tagtäglich nutzen, wie die CAT-Tools und die Translation-Memorys (TM), andererseits gibt es auch Technologien für die maschinelle Übersetzung, die unsere Agentur nicht nutzt, in den letzten Jahren aber immer mehr zum Thema wird.

Im vergangenen Jahr haben wir uns auf unserer Facebook-Seite mit den Pixel Buds von Google befasst, den Bluetooth-Ohrstöpseln, die gesprochene Sätze verstehen und in wenigen Sekunden in eine der 40 verfügbaren Sprachen übersetzen können. Vor wenigen Wochen hat Google außerdem sein neues maschinelles Übersetzungswerkzeug Translatotron präsentiert.

Welche Innovationen bietet Translatotron?

Üblicherweise umfasst die maschinelle Übersetzung gesprochener Sprache drei Arbeitsschritten:
1) die Spracherkennung, bei der das Gesprochene zunächst noch in der Ausgangssprache schriftlich erfasst wird
2) die schriftliche Übersetzung des so erhaltenen Texts in die Zielsprache
3) die akustische Wiedergabe des schriftlichen Zieltexts durch eine Computerstimme.

Translatotron hingegen übersetzt das Gesprochene in der Ausgangssprache direkt in gesprochenen Text in der Zielsprache, sprich, in nur einem Arbeitsschritt (völlig ohne schriftlichen Text) und das unter Verwendung der Stimme und des Tonfalls des „reellen“ Sprechers, ohne das Zurückgreifen auf eine computergenerierte Stimme. Im Fachjargon nennt sich das Speech-to-Speech.

Kann die künstliche Intelligenz also die Intelligenz des Übersetzers bzw. Dolmetschers ersetzen?
Innovationen dieser Art können sicherlich ein Hilfsmittel darstellen, um in bestimmten Situationen sprachliche Barrieren zwischen Menschen zu überwinden, wenn für die Qualität und Verständlichkeit der Übersetzung allerdings die Lokalisierung und/oder Transkreation des Ausgangstexts nötig ist, dann ist der Faktor Mensch unerlässlich.

Bis heute sind maschinelle Übersetzungs-Tools weiterhin nicht in der Lage, zwischen verschiedenen Stilen und Funktionen eines Textes zu unterscheiden und können Redewendungen, Satzrhythmen und Metaphern genauso wenig korrekt analysieren, wie alles andere, was mit einer spezifischen Sprache, Kultur oder einer bestimmten Realitätsauffassung im Zusammenhang steht.
Beispielsweise verwechselt Google Translate bei der Spracherkennung Sizilianisch mit Korsisch und Bing Translator Lombardisch mit Katalanisch.

Haben Sie bereits selbst einen Einblick in die Welt der maschinellen Übersetzung erhalten?
Wenn Sie diese Erfahrungen mit STUDIOTRE teilen möchten, schreiben Sie uns!

03 Jul, 19

 

 

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