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Haben Sie schon einmal „schweißgebadete Tacos“ gegessen? Das schwierige Metier des Gastronomie-Übersetzers.

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Haben Sie auch schon einmal an einem Restauranttisch die Speisekarte aufgemacht und dort skurrile Gerichte wie „Glückliche Familie Rühren braten“ (im Original „Happy Family Stir-Fry“) oder „Schweinefleisch gezogen“ (im Original „Pulled Pork“) entdeckt? Wenn nicht, dann sind Sie die Ausnahme!

Die Mitarbeiter von STUDIOTRE können es bezeugen, das Übersetzen von Gerichten ist wahrlich nicht einfach. Zwischen den Seiten der Speisekarten verstecken sich einige Stolperfallen, vor allem, wenn die Sprache und Kultur (auch die önogastronomische) des Restaurants nicht allzu viel mit der der Gäste gemein hat.

Lassen Sie uns doch einmal einen Blick auf einige der Schwierigkeiten werfen, mit denen Gastronomie-Übersetzer tagtäglich zu kämpfen haben.

– Unterschiedliche Stile und Sprachen
Um Speisekarten zu übersetzen, muss man sowohl mit der gastronomischen Fachsprache (Zutaten, Kurzwörter und Abkürzungen), vertraut sein, als auch überzeugend formulieren können, um den Stil des Restaurants und der spezifischen einheimischen Kultur korrekt wiedergeben zu können.

– Unterschiedliche Schriftzeichen
Zahlreiche Fehler entstehen bei Übersetzungen von einem alphabetischen System (z. B. Deutsch, Italienisch, Englisch) in ein logografisches System (z. B. Japanisch, Chinesisch) und umgekehrt.

– Unangemessene und inexistente Termini
Die Namen traditioneller Speisen haben in Ihrer ursprünglichen Sprache häufig auch eine oder mehrere emotionale Bedeutungen, die sich nicht so einfach übersetzen lassen, beispielsweise, wenn es einen bestimmten Begriff in der Zielsprache gar nicht gibt oder wenn die existierenden Synonyme in diesem spezifischen Kontext nicht angemessen sind.
Um ein Beispiel zu nennen: Das marokkanische Gericht „Meschoui“ kann wortwörtlich mit „langsam gebratenes Lammfleisch“ übersetzt werden, aber die Zubereitungsart entspricht eher dem Rösten am Spieß als dem Braten.

– Positive Bedeutungen, die in der Zielsprache negative Assoziationen haben
Es kann vorkommen, dass ein Begriff in einer Sprache eine positive Bedeutung hat, der in einer anderen Sprache jedoch negative Assoziationen hervorruft. Die Kubaner beispielsweise lieben „Ropa vieja“, aber würden Sie ein Fleischgericht bestellen, das in der Speisekarte als „alte Kleidung“ aufgeführt wird? Oder wie wäre es mit bei den Mexikanern sehr beliebten „schweißgebadeten Tacos“ (Tacos Sudados)?

Was muss man also tun, damit in der deutschen Speisekarte nicht Gerichte wie „Klettern mit Hühnern“, „gebratene Studententeile“ oder „mediterranes Risotto mit Pocken“ angeboten werden? Absolut zu vermeiden sind hier maschinelle Übersetzungen, wenden Sie sich lieber an STUDIOTRE und unseren Partner Dishcovery, wie es auch Franco Pepe getan hat.

Die Speisekarte seiner Pizzeria „Pepe in Grani“, die beste Italiens und der ganzen Welt, spiegelt dank der von Marco Simonini und Giuliano Vita entwickelten App, nicht nur alle typischen Nuancen der italienischen Küche wider, sie ist auch interaktiv und erlaubt es den Gästen, sich über enthaltene Allergene und zu den Gerichten passende Bier- und Weinsorten zu informieren.

Sie sind ein Gastronom und möchten auch Ihre Speisekarten für alle Gäste verständlich und ansprechend formulieren? Kontaktieren Sie uns!

 

** Die oben aufgeführten Beispiele stammen vorwiegend aus einem Blogartikel von Atlas Obscura.

03 Jul, 19

 

 

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