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Die italienische Gebärdensprache

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STUDIOTRE möchte heute über Sprachmittler berichten, die für die italienische Gesellschaft sehr wichtig sind: Die Dolmetscher für die italienische Gebärdensprache (LIS – Lingua dei Segni Italiana), eine visuell wahrnehmbare Kommunikationsform, die für bzw. von nicht hörenden oder schwer hörenden Menschen genutzt wird.

Eine Gebärdensprache ist keineswegs universell: Jede Gehörlosengemeinschaft hat ihre eigene Sprache, die tief in der jeweiligen Herkunftskultur verwurzelt ist.

In Italien ist die Gebärdensprache leider noch nicht offiziell anerkannt und die so wichtigen Gebärdensprachendolmetscher arbeiten im Stillen, geben aber denjenigen eine Stimme, die sie nicht haben. Anders als im restlichen Europa ist dieser Beruf in Italien noch nicht als solcher anerkannt.

Auf der rechtlichen Ebene ist das LIS-Dolmetschen (LIS – italienische Gebärdensprache) noch nicht als Beruf anerkannt, denn Italien ist das einzige europäische Land, das die Gebärdensprache bisher nicht als eigenständige Sprache anerkennt.

Das ist ein Manko, denn die Dolmetscher von STUDIOTRE, welche die LIS „sprechen”, sind qualifizierte Fachkräfte, die professionell als Gebärdensprachendolmetscher tätig sind und dies nicht als Freiwilligenarbeit leisten.

Ein spezieller Aspekt des Gebärdensprachendolmetschens trat im Rahmen einer Umfrage des italienischen Fachverbands der Gebärdensprachendolmetscher Anios zutage: Der Beruf des Gebärdensprachendolmetschers ist mit einem Frauenanteil von 87,75 % eine fast ausschließlich weibliche Domäne.

 

04 Apr, 19

 

 

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